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23.07.2018, 10:58 Uhr

Agrarpolitik mit Norbert Lins MdEP in Tübingen

 

Unser Europaabgeordneter Norbert Lins besuchte unseren Stadtverband im Rahmen seiner Sommertour 2018. Norbert Lins, der selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und für die Brüsseler Agrarpolitik mit verantwortlich ist informierte sich auf dem Hof von Ulrich Bechtle, Tübinger Stadtrat und Biolandwirt, über dessen Betrieb. 

Dabei kam zur Sprache, dass die Rahmenbedingungen für Landwirte leider nicht mehr so komfortabel sind wie noch vor dem Brexit. 38 % des EU – Budgets fließen in die Landwirtschaft, Tendenz abnehmend. Bei der Kontrolle der Mittelvergabe soll es zukünftig Vereinfachungen geben, aber Norbert Lins MdEP sieht die Hauptprobleme der Bürokratie weniger in den Brüsseler Vorgaben als bei den Landwirtschaftsministerien in Brüssel und in Berlin. 13 % der Mittel würden momentan für die Bürokratie ausgegeben, dies sei viel zu viel, ca. 4 oder 5 Prozent müssten ausreichen. 

Es müsse vermittelt werden, dass wenn Landwirte mehr leisten sie auch mehr Geld für ihr Produkt verlangen dürfen, so Norbert Lins. Es gehe darum, eine Koexistenz von ökologischer und konventioneller Landwirtschaft auch in Zukunft sicher zu stellen. Glyphosat habe bei einer sachgerechten Anwendung keine negativen Folgen für Menschen, Anwendungseinschränkungen seien aber sinnvoll.